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Nächstes Treffen der Elterninitiative für eine faire Schulwahl:

 

Dienstag, den 08.05.2018 um 20 Uhr in der Comturei, Ostertorstraße 30 - 32

 

 

 

 

 

 

 

WAS UNS EMPÖRT

                                             

- Dass unsere Kinder ihren Schulplatz in der Lotterie gewinnen müssen! 

Das bestehende System beschert zwar der großen Mehrheit den Wunschschulplatz (2012: 89,9 %, 2013: 87,6 %, 2014: 87,7 %, 2015: 86,5 %, 2016: 87 %), stempelt aber Jahr für Jahr weit über 100 Kinder, die kein Losglück hatten, automatisch zu Verlierern ab. Während die Klassenkameraden sich freuen dürfen, vergießen sie Tränen. So eine Ungerechtigkeit kann man Neunjährigen unmöglich vermitteln! Und auch nicht Schulanfängern, die womöglich auch bald in ein Los-Verfahren müssen. Einige können vielleicht gut leben mit ihrer erfolgreichen Zweitwahl. Mit der dritten Wahl ist kaum einer wirklich zufrieden.

 

- Dass der Entwurf einer „Schulstandortplanung“ bestehende Probleme wieder nicht angeht!

Zwar wird in diesem Papier ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Kinderzahlen in den kommenden Jahren steigen werden. Der vorhersehbare Mehrbedarf an Schulplätzen aber soll allein von den Oberschulen gedeckt werden. Über zusätzlich benötigte Gymnasialplätze soll gar nicht erst diskutiert werden. Das heißt, die Elternwünsche, die sich in den Anwahlzahlen der vergangenen Jahre widerspiegeln, werden wieder einmal ignoriert! Zudem nehmen die BildungspolitikerInnen damit in Kauf, dass der Run auf die zahlenmäßig gedeckelten Gymnasialplätze weiter zunimmt und es künftig noch mehr Los-Verlierer geben wird.

 

- Dass man bei einer angeblich "freien Schulwahl" alles "falsch" machen kann!

Wer sich (was vorher keiner wissen kann) für eine überangewählte Schule entscheidet und im Losverfahren kein Glück hat, der verliert gleich doppelt: Viele der Verlierer-Kinder werden nämlich gezwungen, sich für eine andere Schulart zu entscheiden. So kann es passieren, dass ein Kind, das zur Oberschule gehen wollte, auf einem Gymnasium landet, und umgekehrt ein Kind mit Gymnasialwunsch sich auf einer Oberschule wieder findet. Zudem können sehr weite Anfahrtswege auf das Kind zukommen.

 

- Dass die Zweit- und Dritt-Wahl so eine Farce ist! 

Chancen hat in beiden Wahlgängen nur, wer ganz bewusst Schulen angibt, von denen er weiß, dass sie weniger beliebt sind. Das heißt, mit der Zweit- und Drittwahl sind de facto auch die wenigsten glücklich. Wenn es um die wahren "Wünsche" geht, spielt sie nicht wirklich eine Rolle.

 

- Dass gar nicht genügend Plätze für alle da sind! 

Nicht nur an den Innenstadtgymnasien, auch an den Oberschulen in der Neustadt, in Walle, Gröpelingen und Findorff fehlen massiv Plätze! Und die Schulstandortplanung zeigt noch weitere Lücken auf. Das Problem ist also erkannt, die Kinderzahlen werden sogar steigen, die vorhandenen Grundschulplätze schon bald nicht mehr reichen. Wir sehen aber nicht, dass Neubauten oder Erweiterungen schnell auf den Weg gebracht werden.

 

- Dass Eltern und Kinder, die aufs Gymnasium gesetzt haben, vom System für ihr Wahlverhalten bestraft werden!

Viele könnten sich alternativ zum Gymnasium auch den Besuch der örtlichen Oberschule vorstellen. Geben Sie als Erstwunsch aber wahrheitsgemäß ein Gymnasium an, haben sie in der Zweitwahl häufig auch keine Chance mehr auf die Oberschule in ihrer Gegend. Es bleiben dann nur Restplätze, weit vom Wohnort entfernt.